2000 Menschen, knapp 2000 Meter für den Frieden – eine Menschenkette rund um die Innenstadt von Kamen setzt ein starkes Zeichen.

Eine Menschenkette für den Frieden in Kamen. Foto: Sebastian Kreutzkamp
Eine Menschenkette für den Frieden in Kamen. Foto: Sebastian Kreutzkamp

Bereits zum dritten Mal organisierte der katholische Pastoral-Verbund in Kamen diese Kette rund um die Stadt. Pastor Meinolf Wacker, Mitglied einer Priestergruppe der Fokolar-Bewegung, mobilisiert dafür die Firmlinge und viele andere Gruppen, Vereine und Verbände der Stadt. „In unserer Stadt leben mit ihren 46 000 Einwohnern Leute aus 100 Nationen“, so Wacker. „Die versuchen wir immer in aller Buntheit in die Kette einzubinden. Waren bei den ersten beiden Ketten vor allem die Flüchtlinge und Neuankömmlinge in unserer Stadt im Fokus, war es dieses Mal anders. Uns war wichtig, dass wir ALLE in den Blick bekommen, eben Hand in Hand für den Frieden.“Auch der Bürgermeister Hermann Hupe ist jedes Mal dabei, bereits im Vorfeld wirbt er für die Menschenkette. Es bewegt ihn, wie viele sich für seine Stadt einsetzen. Gelingendes Miteinander – das ist auch ihm enorm wichtig.

Nach einem verregneten Tag kommt pünktlich um 19.30 Uhr die Sonne hervor. Die Kette formiert sich, und mit dem Glockenschlag Punkt acht folgt einer Schweigeminute ein brausender Applaus rund um die Stadt.

Mariam aus Afghanistan schildert ihre Gefühle: „Diese Augenblicke der Kette – Hand in Hand – haben mich emotional sehr angerührt! Ich bin so dankbar, dass ich Teil von diesem Großen sein konnte!“ Ein junger Perser: „Gänsehaut pur! Fremde Hände in meiner Hand und ich spürte: Die gehören zu mir!“ Und ein junger Student aus Hannover sagt, er hätte so etwas noch nie erlebt. „Irgendwie habe ich verstanden: Als Menschen gehören wir zusammen.“


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