„Brennendes Licht“ – den Namen hatte ihm Chiara Lubich gegeben. Am 10. November verstarb der buddhistische Mönch und möchte in Loppiano beerdigt werden.

„Brennendes Licht“ – den Namen hatte ihm Chiara Lubich gegeben. Am 10. November verstarb der buddhistische Mönch und möchte in Loppiano beerdigt werden.

Ein Beitrag von Tina Rudert

In den frühen Morgenstunden des 10. November verstarb der thailändische buddhistische Mönch Phra Maha Thongrattana Thavorn, und die Nachricht machte in den Fokolar-Gemeinschaften auf der ganzen Welt schnell die Runde. 

In der Fokolar-Bewegung ist er besser bekannt unter dem Namen „Luce Ardente“ (Brennendes Licht) – ein Mann, der sich intensiv für den Dialog zwischen den Religionen eingesetzt hat, für eine geeinte Welt, für gegenseitiges Verständnis und für den Frieden.

Die Fokolar-Bewegung lernte er im Jahr 1995 kennen, als er seinen Schüler Somjit nach Italien in die Fokolar-Siedlung Loppiano begleitete. Dort lernte er Chiara Lubich kennen. Die spirituelle Nähe, die der Mönch von diesem Moment an zur Gründerin der Fokolar-Bewegung empfand, war so groß, dass er begann, sie „Mamma Chiara” zu nennen. Chiara ihrerseits erkannte in ihm einen Menschen von außergewöhnlicher Tiefe, der in der Lage war, den Weg des interreligiösen Dialogs mit Authentizität und Respekt zu erhellen, daher der Name „Luce ardente” (brennendes Licht). 

Von diesem Moment an wurde der thailändische Mönch ein treuer Freund der Bewegung und nahm an zahlreichen Veranstaltungen sowohl in Asien als auch in Europa teil. Seine Präsenz war diskret, aber intensiv, und seine Botschaft immer klar: Religionen dürfen nicht miteinander konkurrieren, sondern müssen zum Wohl der Menschheit zusammenarbeiten.

Eines Tages fragte ihn ein Mönch verwirrt: „Meister, folgst du einer christlichen Frau?“ Und er antwortete: „Ich folge keiner Frau, sondern ihrem Ideal der universellen Geschwisterlichkeit. Sie gehört nicht nur den Christen, sie gehört auch uns.“

Luce Ardente hat darum gebeten, in Loppiano begraben zu werden, wo er Chiara und die Spiritualität der Einheit kennengelernt hatte. In einem Interview aus dem Jahr 2021 bekräftigte er nachdrücklich seine Vision: „Ich möchte, dass jeder in seiner Religion nach der tiefen Bedeutung seiner Lehre sucht. Nur so können wir in Frieden und Harmonie zusammenleben.“ Er rief auf zu Tiefe, Aufrichtigkeit und Teilen. 

Eine Einladung, die heute wie ein spirituelles Vermächtnis klingt.

Datum: 11.11.2025
Kategorie: Weltweit

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