Das Projekt navi4life begleitet Jugendliche ab 16 Jahren – diesmal an einer Dortmunder Brennpunktschule.

„Warum kommt ihr gerade an unsere Schule?“, fragt eine Schülerin. „Weil wir möchten, dass du ein glückliches Leben führen kannst!“ Ihre Augen beginnen zu leuchten und strahlen im gleichen Blau wie ihr Kopftuch, berichtet Meinolf Wacker, katholischer Priester, der sich der Spiritualität der Fokolar-Bewegung eng verbunden fühlt.
Rund 60 Schüler erlebten Anfang Juli im Dortmunder Norden den Thementag „Entscheide dich glücklich zu sein!“, der auf dem sogenannten „Logbuch“ basiert, ein Impuls-Tagebuch für Jugendliche ab 16 Jahren. Wacker, der aus langjähriger Erfahrung in der Jugendarbeit schöpft, entwickelte das „Logbuch“ samt begleitender Workshop-Formate, um jungen Menschen Mut zu machen, ihren Lebensweg bewusst zu gestalten, einem inneren Navi zu folgen.

Das Projekt fand nicht zufällig an dieser Schule statt: „Wo ist es am schwierigsten?“, wollte der Priester von einem Freund wissen, der in der Bezirksregierung Arnsberg, Nordrhein-Westfalen, tätig ist. „Im Dortmunder Norden“, lautete die klare Antwort. Und so stand für Wacker schnell fest, dass er sein Projekt navi4life an der Anne-Frank-Gesamtschule in der Dortmunder Nordstadt durchführen will, einer Schule mit der höchstmöglichen Stufe an Unterstützungsbedarf und einer Schülerschaft, die zu 98 Prozent muslimisch geprägt ist.
Den Jugendlichen im Alltag begegnen
„Wir verstehen diesen Weg nicht nur als Dienst an der Jugend der Kirche, sondern vor allem auch als Dienst der Kirche an der Jugend dieser Zeit – unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung und Weltanschauung. Wir warten nicht auf Jugendliche, bis sie kommen, vielmehr gehen wir dorthin, wo sie sind und begegnen ihnen in ihrem Alltag“, so Wacker.
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